Feskekôrka — die Fischkirche
Sieht aus wie eine neugotische Kirche, drin ist seit 1874 Fischmarkt. Krabben, Lachs, Heringe — frischer geht kaum. Mittagstisch mit Fischsuppe im Restaurant Gabriel. Am Wochenende früh dran sein, am Montag geschlossen.
Direkt am Kattegat, einer der größten Häfen Skandinaviens, eine der besten Foodie-Szenen Schwedens — und mit den Schären eine 30-Minuten-Insel-Welt direkt vor der Stadt. Mit der Stena-Line-Fähre ab Kiel direkt erreichbar.
Göteborg liegt an der schwedischen Westküste, etwa auf Höhe Norwegen-Grenze, und ist mit 600.000 Einwohnern Schwedens zweitgrößte Stadt. Gegründet 1621 von König Gustav II. Adolf als Befestigungsstadt — die Stadtanlage mit den Grachten geht noch auf niederländische Stadtplaner zurück. Heute eine Mischung aus altem Hafenarbeiter-Charme, neuem Wissenschafts- und Universitätsbetrieb und einer richtig guten Restaurant-Szene.
Was Göteborg von anderen schwedischen Großstädten unterscheidet: der Hafen und die Schären. Vom Hauptbahnhof sind es 20 Minuten mit der Straßenbahn nach Saltholmen — dort steigen die ÖPNV-Fähren ab und bringen dich zu Brännö, Vrångö, Styrsö und einem Dutzend weiterer Schären. Kein Auto erlaubt, dafür Sandstrände, Felsbuchten und kleine Häfen. Ein Halbtag draußen, abends zurück in der Stadt — geht alles im normalen Tagesticket.
Sieht aus wie eine neugotische Kirche, drin ist seit 1874 Fischmarkt. Krabben, Lachs, Heringe — frischer geht kaum. Mittagstisch mit Fischsuppe im Restaurant Gabriel. Am Wochenende früh dran sein, am Montag geschlossen.
Holz- und Steinhäuser aus dem 19. Jahrhundert, Kopfsteinpflaster, Cafés mit den berühmten Hagabullar (kopfgroße Zimtschnecken). Café Husaren ist Pflicht — am Vormittag mit Kaffee, am Nachmittag wird's voll. Drumherum kleine Boutiquen und Galerien.
Straßenbahn 11 nach Saltholmen, dann Styrsöbolaget-Fähre zu Brännö, Vrångö oder Styrsö. Kein Auto erlaubt — dafür Sandstrände, Felsbuchten, kleine Sommer-Cafés. Tageskarte deckt alles ab. Ein halber Tag reicht, wer mehr will, bleibt zum Sonnenuntergang.
Der alte Hafen mit Schiffsmuseum Maritiman und dem „Lippstift"-Hochhaus Lilla Bommen. Abends rüber zur Kungsportsavenyen mit Restaurants und Bars — die Flaniermeile zwischen Götaplatsen (Poseidon-Statue) und der Innenstadt. Auch das Universeum (Wissenschaftsmuseum mit tropischem Regenwald) ist hier.
Die Göteborger Schären sind das, was die Stadt von Stockholm und Malmö unterscheidet. Vor der Stadt liegt ein Inselarchipel mit Hunderten von kleinen und großen Schären — viele bewohnt, viele leer, alle ohne Autos. Die südlichen Schären (Brännö, Vrångö, Styrsö, Donsö) gehören zum normalen ÖPNV-Netz: Straßenbahn 11 nach Saltholmen, dann Styrsöbolaget-Fähre.
Auf den Schären gibt's kleine Fischerdörfer aus rot gestrichenen Holzhäusern, Sandstrände, Felsen zum Klippen-Springen, Wanderwege rund um die Inseln. Im Sommer Cafés und Eisbuden, im Winter still und leer. Ein Halbtagesausflug von der Stadt aus — günstiger und unaufwendiger als jeder Bootstrip in anderen Großstädten.
Direkt mit der Stena-Line-Nachtfähre Kiel–Göteborg oder über Rostock-Trelleborg plus 280 km mit Auto/Bahn.
Mai bis September für Schären und Außenterrassen. August ist Crayfish-Party-Saison (Kräftskiva — Flusskrebs-Festival). Im Winter weniger Touristen, aber Hafenstimmung mit Glögg ist auch reizvoll.
Göteborg ist Foodie-Hauptstadt Schwedens — meiste Sterne-Restaurants außerhalb Stockholms. Tipp: Saluhallen am Kungstorget (Markthalle mit Kleinrestaurants), Feskekôrka für Fischsuppe, Magasinsgatan für moderne Küche, Linné für gehoben.
Empfehlungen: Clarion Hotel Post (historisches Postgebäude), Hotel Eggers (gegenüber Hauptbahnhof), Avalon Hotel (zentral). Viele Hotels rund um Drottningtorget und Korsvägen.
Straßenbahn ist Göteborgs Stolz — größtes Netz Skandinaviens, alles im Tagesticket. Linien 1–11, kommen alle paar Minuten. Für Schären: Linie 11 nach Saltholmen. Auto in der Stadt eher hinderlich, Parkgebühren hoch.
Stena-Line-Nachtfähre Kiel, drei Nächte Hotel im Zentrum, Tagesausflug auf die Schären — alles in einer Sembo-Buchung ab 469 € für zwei. Auto optional, Schären gehen ohne.
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